Rückblick auf die 5. Schwabenheimer Reiterrallye
Wenn am Ende alles wie selbstverständlich aussieht, steckt meist monatelange Arbeit dahinter. Bereits seit Januar traf sich unser Orgateam immer wieder, um Ideen zu sammeln, Aufgaben zu entwickeln, Strecken zu planen und jedes noch so kleine Detail auszuarbeiten. Vieles wurde ausprobiert, wieder verworfen und neu gedacht. Unzählige Stunden, kreative Ideen und vor allem ganz viel Herzblut flossen in die Vorbereitungen – immer mit einem Ziel vor Augen: unseren teilnehmenden Teams einen Tag zu schenken, der noch lange in Erinnerung bleibt.
Am 21. Juni war es dann endlich soweit: Unsere 5. Schwabenheimer Reiterrallye stand unter dem Motto „Die Götter rufen zum Olymp“.
Bis zuletzt hatten wir nur einen Wunsch an die olympischen Götter: Bitte habt Erbarmen und schenkt Mensch und Pferd angenehmes Rallyewetter. Doch die Götter hatten offenbar ihren ganz eigenen Plan. Statt milder Temperaturen erwartete uns strahlender Sonnenschein und hochsommerliche 36 Grad. Eine echte Herausforderung für alle Beteiligten – doch davon ließ sich niemand die Freude auf diesen besonderen Tag nehmen.
Bereits beim Eintreffen der Teams war klar: Die Götter hatten die richtigen Teilnehmer eingeladen. Alle Mannschaften erschienen passend zum Motto verkleidet und verwandelten den Reitplatz in einen lebendigen Olymp. Mit beeindruckender Kreativität, aufwendig gestalteten Kostümen und vielen liebevollen Details machten die Reiterinnen und Reiter gemeinsam mit ihren Pferden das Motto zu etwas ganz Besonderem. Die fantasievollen Verkleidungen sorgten den ganzen Tag über für staunende Blicke, viele Lacher und unzählige schöne Fotomotive.
Doch bevor die eigentliche Reise begann, erhielten alle Teams ihre erste göttliche Aufgabe. An der Station „Der Kranz der Götter“ bekam jede Mannschaft ein Grundgerüst aus Weinreben – ganz im Sinne des Weingottes Dionysos. Während der gesamten Rallye wurde dieses mit Blättern, Gräsern, Blüten und vielen weiteren Naturmaterialien zu einem ganz persönlichen Götterkranz gestaltet. So entstand aus jedem Kranz ein echtes Unikat, das am Ende des Tages von unseren Keglern als unabhängige Jury bewertet wurde. Der schönste Kranz wurde mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.
Anschließend begann für die Teams ihre rund 13 Kilometer lange Reise auf dem „Pfad der Götter“. Bereits am Start wurden sie Teil einer Geschichte: Die olympischen Götter hatten die mutigsten Reiter und die klügsten Pferde zusammengerufen, um ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Nicht nur die Wegbeschreibung war vollständig in die Geschichte eingebunden – auch jede einzelne Station erzählte ein weiteres Kapitel der Reise zum Olymp.
Auf dem Weg warteten die unterschiedlichsten Herausforderungen. Demeter stellte den Geruchssinn auf die Probe, Hades verlangte Vertrauen zwischen Pferd und Reiter, Hera ließ Ordnung in das Chaos des Olymps bringen, Artemis forderte Treffsicherheit und Hermes stellte mit seinem wertvollen Schriftstück die Teamarbeit auf die Probe. Jede Station war mit viel Liebe zum Detail gestaltet und fügte sich nahtlos in die Geschichte ein.
Nach der erfolgreichen Reise über den „Pfad der Götter“ öffneten sich schließlich die Tore zum „Tempel des Olymps“ auf dem Reitplatz. Dort warteten vier weitere Herausforderungen. Bei Poseidon, Athene, Ares und Artemis waren Geschicklichkeit, Präzision, Kommunikation und Vertrauen gefragt. Ob Wasserprüfung, Ringstechen, Schubkarrenparcours oder eine Aufgabe mit verbundenen Augen – alle Teams meisterten die Prüfungen mit viel Ehrgeiz, Fairness und einer großen Portion Teamgeist.
Eine Premiere gab es in diesem Jahr ebenfalls: Erstmals nahm auch ein Hobbyhorse-Team an unserer Reiterrallye teil. Dafür wurden viele Aufgaben eigens angepasst, sodass die Hobbyhorser dieselben Herausforderungen wie die Reiter erleben konnten – nur auf ihre ganz eigene Weise. Es hat uns riesig gefreut, diese Variante der Rallye erstmals bei uns begrüßen zu dürfen und zu sehen, mit wie viel Begeisterung auch dieses Team den Weg zum Olymp gemeistert hat.
Ein weiteres Highlight war unser „Olymp der Erinnerung“. Mit zahlreichen Requisiten konnten Teilnehmer und Besucher lustige Erinnerungsfotos machen und diesen besonderen Tag in Bildern festhalten.
Für zusätzliche Spannung sorgte in diesem Jahr ein Novum in der Geschichte unserer Reiterrallye: Selbst die Götter konnten sich nicht sofort auf die Vergabe des dritten Platzes einigen. Zum ersten Mal musste ein Stechen entscheiden. Gleich drei Teams hatten am Ende exakt die gleiche Punktzahl erreicht und kämpften um den letzten Platz auf dem Siegertreppchen.
Die Entscheidung fiel schließlich beim Hufeisenwerfen. Mit ruhiger Hand, sicherem Ziel und einer Portion göttlicher Unterstützung wurde um jeden Punkt gekämpft. Die Zuschauer fieberten mit und erlebten ein spannendes Finale, das unserer Reiterrallye einen ganz besonderen Abschluss verlieh.
Ein weiterer Höhepunkt war die anschließende Siegerehrung. Dank der großzügigen Unterstützung unserer zahlreichen Sponsoren konnten wir in diesem Jahr außergewöhnlich hochwertige Preise überreichen. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken. Eure Unterstützung trägt maßgeblich dazu bei, unsere Reiterrallye Jahr für Jahr zu etwas ganz Besonderem zu machen.
Besonders stolz sind wir darauf, dass die Stimmung während der gesamten Veranstaltung trotz der außergewöhnlichen Hitze hervorragend war. Die Rücksichtnahme auf die Pferde stand jederzeit an erster Stelle. Dank zusätzlicher Wasserstellen, vieler Helferinnen und Helfer sowie der großartigen Unterstützung aller Beteiligten konnte die Rallye sicher und erfolgreich durchgeführt werden.
Unser herzlichster Dank gilt allen, die diese Reiterrallye möglich gemacht haben.
Den Keglern, die nun bereits seit fünf Jahren zuverlässig den Grill übernehmen und in diesem Jahr zusätzlich als unabhängige Jury den schönsten Götterkranz ausgewählt haben.
Unserem Vorstand für die stetige Unterstützung und das Vertrauen in unsere Ideen.
Allen helfenden Händen – auch denen, die weder aus unserem Verein noch aus der Pferdewelt kommen – sowie unseren Abteilungsmitgliedern und Streckenposten, die bei sommerlichen Temperaturen für einen reibungslosen Ablauf sorgten.
Ein herzliches Dankeschön gilt außerdem unseren zahlreichen Sponsoren, die mit ihren großzügigen Spenden diese außergewöhnlich hochwertige Siegerehrung möglich gemacht haben.
Und schließlich unserem Orga-Team. Seit Januar wurde geplant, gebastelt, geschrieben, gerechnet, verworfen und immer wieder neu gedacht. Unzählige Stunden Arbeit, kreative Ideen und ganz viel Herzblut stecken in dieser Reiterrallye. Jeder Einzelne hat dazu beigetragen, diesen Tag zu einem ganz besonderen Erlebnis werden zu lassen.
Die Tore des Olymps haben sich für einen Tag geöffnet und uns ein Abenteuer voller Herausforderungen, Freude und Gemeinschaft beschert. Was bleibt, sind unvergessliche Erinnerungen an einen ganz besonderen Tag, der noch lange nachklingen wird.
